Wirtschaft

Samstag, 31. Juli 2010 - Highstreet gesteht Karstadt niedrigere Mieten zu

Im Ringen um die Zukunft von Karstadt ist eine weitere wichtige Hürde aus dem Weg geräumt. Ein Teil der Finanzierer des Warenhausvermieterkonsortiums Highstreet stimmte bei einem Treffen in London niedrigeren Mieten für die insolvente Kaufhauskette zu, wie ein Highstreet-Sprecher in Frankfurt am Main sagte. Der US-deutsche Investor Nicolas Berggruen hatte bessere Mietkonditionen zu einer Voraussetzung für die Übernahme des Traditionsunternehmens gemacht. Eine Einigung mit anderen Gläubigern des Highstreet-Konsortiums steht demnach allerdings weiter aus.  © ddp

Samstag, 31. Juli 2010 - Vulkanasche und harter Winter bescheren Lufthansa Verluste

Der harte Winter, Streiks und die Vulkanaschewolke aus Island haben der Lufthansa im ersten Halbjahr einen Verlust von 104 Millionen Euro beschert. Den Belastungen stehe jedoch eine gestiegene Nachfrage im Frachtgeschäft sowie beim interkontinentalen Passagiergeschäft gegenüber, teilte der Konzern in Frankfurt am Main mit. Daher ist die größte deutsche Fluglinie nach eigenen Angaben zuversichtlich, für das laufende Jahr einen operativen Gewinn "im Rahmen der aktuellen Markterwartungen" zu erzielen.  © ddp

Samstag, 31. Juli 2010 - Renault macht im ersten Halbjahr wieder satten Gewinn

Ähnlich wie andere große Autobauer hat der französische Konzern Renault die Wirtschaftskrise im ersten Halbjahr 2010 überwunden: Renault konnte einen Gewinn von 780 Millionen Euro verbuchen nach einem Verlust von 2,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 23,1 Prozent auf ingesamt 19,67 Milliarden Euro zu.  © ddp

Samstag, 31. Juli 2010 - Hochrangiger Notenbank-Mitarbeiter warnt USA vor Deflation

Ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Notenbank Fed hat die USA vor einer wirtschaftlichen Stagnation gewarnt, wie sie Japan in den 1990er Jahren erlebte. "Die USA sind heute näher an einer Entwicklung auf die japanische Art, als jemals zuvor in der jüngsten Geschichte", schrieb James Bullard, der als Mitglied des Offenmarktausschuss, dem wichtigsten Gremium der US-Notenbank, mit über die Geldpolitik des Landes entscheidet, in einem Artikel.  © ddp

Samstag, 31. Juli 2010 - EU-Kommission lässt sechs neue Genmaissorten für EU zu

Nach einem Streit zwischen den Mitgliedstaaten hat die Europäische Kommission sechs neue Genmaissorten in der Europäischen Union zugelassen. Der Mais dürfe aus den USA importiert und hier verarbeitet, aber nicht angebaut werden, teilte die Brüsseler Behörde mit. Fünf der Maissorten wurden neu zugelassen, in einem Fall wurde die Zulassung verlängert. Sie gilt für zehn Jahre.  © ddp

Samstag, 31. Juli 2010 - Iran: China investiert 40 Millarden Dollar in Energiesektor

Der Iran und China bauen ihre Wirtschaftsbeziehungen weiter aus. Die Volksrepublik hat iranischen Angaben zufolge fast 40 Milliarden Dollar in den Öl- und Gassektor des Landes investiert. Der iranische Vize-Ölminister, Hussein Noghrekar Schirasi, sagte der Nachrichtenagentur Mehr zufolge, dass China mit einer Summe von 29 Milliarden Dollar (rund 22 Milliarden Euro) an Projekten beteiligt sei und Verträge über weitere Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Dollar für den Bau petrochemischer Anlagen und Raffinerien mit Peking unterzeichnet worden seien.  © ddp

Samstag, 31. Juli 2010 - VW China will unabhängiger von der deutschen Zentrale werden

Volkswagen in China will möglichst unabhängig von der Zentrale des Konzerns in Deutschland werden. Die Auslandstochter wolle künftig weitgehend auf Importe von Bauteilen verzichten, sagte VW-China-Chef Winfried Vahland der "Financial Times Deutschland". Elektroantriebe etwa "sollen vor Ort entwickelt und produziert werden". Zudem solle die Fahrzeugpalette größer werden. "Allein das bedeutet schon, dass wir die Entwicklungskompetenzen weiter ausbauen müssen", sagte Vahland.  © ddp

Samstag, 31. Juli 2010 - Übereinkunft für milliardenschweren Atomreaktor ITER erzielt

Die sieben Partner für den milliardenschweren Atomreaktor ITER haben sich auf einen Zeitplan und die Finanzierung des Versuchsprojektes geeinigt. "Wir haben von nun an eine sehr solide Basis, um das Programm voranzutreiben", sagte der Präsident des ITER-Rates, Jewgeni Welichow, im südfranzösischen Cadarache. Dort soll ab dem Sommer die Konstruktionsphase für den Fusionsreaktor beginnen.  © ddp